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Claus Grabke - Deadly Bossanova

Label: Noisolution  •  Genre: Alternative Noise  •  Wertung:6 / 7

User-Wertung: keine  •  Mai 2008

Anfangs kam ich gar nicht klar mit diesem Album. Ich war sogar versucht es als Schnellschuss abzulegen. Bei etwas intensiverer Beschäftigung schreit es, ach was, brüllt es aber überdeutlich Grabkes Credo: (manische) Authentizität. So viel Pfeffer im Arsch wie der Mann hat, hatten viele Leute nicht mal in ihrer Jugend - und die hat Meister Grabke dann doch deutlich hinter sich, neuerdings steht bei Konzerten sogar sein Sohn am Bass! Auf seinen "Legendenstatus" will ich hier mal gar nicht eingehen, wem der Name tatsächlich nichts sagen sollte, dem empfehle ich einfach mal seinen Namen zu googeln. Nach dem Intro "Tip Toe Airwaves" gehts auf einen ca. 40minütigen Trip während dessen uns Claus durch seine Welt zerrt und egal welcher Song, intensiv ists immer. Die beiden ersten Tracks, die übrigens mit 3.25 Minuten exakt gleich lang sind, sowohl der Titeltrack als auch "Slave To Your Feelings", tragen Spuren von derben Beziehungsgeschichten. Textpassagen wie "Can´t wait to forget you", "Hating you like Lovers do" und "It was Love and she blew it" sprechen da eine deutliche Sprache. "Deadly Bossanova" macht seinem Namen alle Ehre und groovt sich den Allerwertesten ab und "Slave To Your Feelings" ist ein derart fies und dreckig grollendes Werk, dass es mich an frühere Großtaten von Mister Manson erinnert. Die Kraftwerkcoverversion "Radioactivity" hätte an sich gar nichts werden dürfen, denn manche Sachen macht man und manche Bands covert man einfach nicht. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel und so ist Grabkes "Radioactivity" ein über achtminütiger Horrortrip, der dem Urheber und dem Namen Kraftwerk völlig gerecht wird. Mit "Still A Caveman" verweist der Fronter smart auf einen ähnlich gelagerten Song seiner Ex-Band Thumb. Ausfälle gibt es keine, das Album glänzt als Ganzes, vor allem auch durch den perfekten Sound. Alles klingt direkt, analog und organisch. Man fasst es streckenweise kaum, wie dreckig die Gitarren klingen, oder wie gekonnt die Elemente zusammengreifen (beispielsweise die Gitarre in "Stranger", die quasi den Titel "singt"). Das Artwork kommt von "Kollege" Ed Templeton, und den mochte ich schon als Skater nicht. Trotzdem viele Leute das Konzept des Debuts etwas zu artsyfartsy fanden, mir hat auch die stille und elektronische Seite Grabkes sehr gut gefallen und deswegen an dieser Stelle ein kleines Tränchen für das Fehlen dieses Aspekts auf "Deadly Bossanova". (tj)

Helldriver Magazine Anfangs kam ich gar nicht klar mit diesem Album. Ich war sogar versucht es als Schnellschuss abzulegen. Bei etwas intensiverer Beschäftigung schreit es, ach was, brüllt es aber überdeutlich Grabkes Credo: (manische) Authentizität. So viel Pfeffer im Arsch wie der

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(tatsächliches Album in der Vorschau kann vom Review abweichen. )

weitere Artikel: Review: Dead Hippies / Sad Robots, 2006 (tj)
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