Yak - Iron Flavoured Candies
Das neue Album von Yak beginnt sehr chaotisch. Noisecore trifft Chaoscore trifft Funk. Turbulent, chaotisch und heftig. Dann beginnt der zweite Song und auf einmal ist Hip-Hop angesagt. Als ich mich vergewissert habe, dass es sich hier wirklich um das neue Album der italienischen Band Yak und nicht etwa um einen Sampler handelt, schießt mir sofort der Name Candiria durch den Kopf. In der Tat sind Yak musikalisch verwandt mit Candiria. Zwar klingen sie nicht unbedingt wie sie, aber verfolgen sie doch einen ähnlichen Weg. Noise, Chaos, Hardcore, Hip-Hop, Punk, Elektro und Funk wird in einen Topf geworfen und heftig verrührt. Man gewöhnt sich recht schnell an den Mix, wird aber dennoch immer wieder überrascht von dem Einfallsreichtum der Band. Manchmal klingt das etwas nach 90er Crossover/Nu-Metal, oft aber auch sehr modern und zeitgemäß. Viele Parts sind sehr entspannt während andere ziemlich brutal ausgefallen sind. Zwar ist das Album insgesamt sehr interessant und definitiv musikalisch wertvoll, dennoch hat es die Band nicht geschafft all ihre Kreativität in schlüssiges Songwriting zu kanalisieren. Immer wieder tauchen sehr coole Parts auf, mindestens genauso oft allerdings auch ziemlich schwache und verwirrende Parts auf. Alles wirkt ziemlich zerfleddert und strukturlos. Weiterhin kommt negativ hinzu, dass die Band über keinen überzeugenden Frontmann mit genügend Charisma verfügt um die Instrumentenfraktion zu bändigen. Schade, der Ansatz von Yak ist nämlich sehr interessant und der Mut der Jungs ist äußerst lobenswert. Wer auf abgefahrenen Sound steht liegt hier richtig. (rg)




