Destinity - The Inside
Destinity sind eine dieser französischen Bands die dort äußerst aktiv sind, von denen man in Deutschland aber kaum etwas mitbekommt. Destinity versuchen dies nun mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums auf Lifeforce zu ändern. "The Inside" ist dabei beileibe nicht die erste Veröffentlichung der Band, schließlich besteht die Truppe schon seit 1996. Musikalisch bietet die Band eine recht eigene Interpretation des melodischen Death Metals. Einflüsse aus der schwedischen Schule sind ebenso vorhanden wie aus dem Old School Death Metal der frühen 90er. Das Album hätte wohl ohne Probleme auch Mitte der 90er bei Nuclear Blast erscheinen können, ohne dass es aber altbacken klingen würde. Keyboards haben einen festen Platz im Sound von Destinity und auch melodischer Gesang wird hin und wieder bemüht. Hauptsächlich grunzt und schreit Frontmann Mick allerdings äußerst druckvoll. Die Band unterbricht ihre Songs immer wieder mit atmosphärischen Parts und überzeugt durch eine wirklich gelungene Melodieführung. Das Brutalitätsniveau liegt dabei aber dennoch angenehm hoch. Das Riffing ist recht markant ausgefallen und die Songs sind abwechslungsreich arrangiert. Destinity klingen angenehm erfrischend im Vergleich zum recht einheitlichen Sound den man heutzutage in diesem Genre geboten bekommt. Während sich Genrekollegen entweder in Punkto Brutalität und Komplexität zu übertreffen versuchen oder sich ganz weg vom ursprünglichen Death Metal entwickeln, konzentrieren sich Destinity auf das Wesentliche. Ein sehr solides Album. (rg)




