Peach ftl - Addiction
So, mit "etwas" Verzögerung ist der New Metal jetzt wohl auch schon bei unseren französischen Nachbarn angekommen. Peach ftl gibt es schon seit 1997, in der Folge haben sie so einiges gerissen, neben gewonnenen Wettbewerben, Filmmusik etc. auch über 250 Clubshows. OK, das zockt ne emsige Ami-Band locker in einem Jahr runter, da herrschen aber auch andere Verhältnisse; für Frankreich, wo Metal in der Gunst des Volks nicht so hoch rangiert ist das aber echt beachtlich. In ihrer Heimat tourt die Band dieser Tage mit der (laut Info) bekanntesten französischen Metalband Pleymo und arbeitet parallel an ihrem zweiten Album. "Addiction" ist dort bereits ein alter Hut und seit 2005 in den Playern der zahlreichen Fans, es kommt aber erst jetzt bei uns an. Die Band kann was, fraglos. Technisch alles top, der Sänger hat ne super Stimme, melodisch sowohl wie beim aggressiven Brüllen. Die französischen Texte fallen natürlich auf, stören aber nicht, ist eher so ein Exotenbonus. Auch vom Songwriting und den Arrangements her, nichts zu meckern. Aber, jetzt kommts: jeder, echt JEDER einzelne, Song klingt nach den Deftones. Manche Tracks würden sich sogar recht gut auf nem Deftones-Album machen! Und ja, ich bin gespannt aufs nächste Album von "Ich verkaufe jetzt auch Tennissocken"-Chino & Co., als Ersatzdroge mag dieser französische Epigon also taugen. Aber ich sags mal so, es ist halt die Frage, wie man sich in Entzugssituationen verhält. Ich für meinen Teil schau in der spielfreien Zeit der Bundesliga weder Hallen- noch Frauenfußball! (tj)




