Paint It Black - New Lexicon
Paint It Black veröffentlichen mit New Lexicon ihr drittes und sicherlich gewagtestes Album. Die Band die von ehemaligen Mitgliedern von Lifetime und Kid Dynamite gegründet wurde hat beim neuen Album Unterstützung von Hope Conspiracy und None More Black Drummer Jared Shavelson bekommen. Stilistisch ist bei der Band zwar größtenteils alles beim Alten geblieben, hat sich aber dennoch einen interessanten neuen Anstrich verliehen. Paint It Black spielen Hardcore in seiner ursprünglichsten Form wie er von Bands wie Black Flag oder Minor Threat geprägt wurde. Minimalistisch und stark im Punk verwurzelt, sehr wütend aber auch intelligent. Statt ihren Sound jedoch im Studio künstlich auf alt zu trimmen geht die Band den entgegengesetzten Weg. Der Sound ist sehr klar und auf das wesentliche reduziert. Hinzu ertönen hintergründige Keyboard Sounds die dem einen oder anderen Song mehr Tiefe verleiht und dabei absolut unaufdringlich bleiben. Darüber hinaus gönnt die Band ihren Songs ab und zu griffige Melodien und Singalongs. Die Songs sind immer wieder durch noisige elektronische Sounds miteinander verbunden. Trotz des reduzierten Ansatzes sind die kurzen Songs recht vielschichtig und schräg arrangiert. Die angepissten Vocals von Frontmann Dan Yemin sind tief in der Ur-Hardcore Schule verwurzelt und geben den Songs einen erfrischend unmodernen Anstrich. In 30 Minuten hat die Band 15 Songs an den Mann gebracht die sicherlich einige Eingewöhnung benötigen, sich dann aber auf längere Zeit im Ohr festsetzen. Das schicke Artwork sei an dieser Stelle ebenfalls erwähnt. Paint It Black schaffen es mit ihrem Album den Bogen vom Hardcore Anfang der 80er ins Jetzt zu schlagen und dabei topmodern zu klingen. Tolles Album. (rg)




