Broken Teeth - Electric
Watchtower sind eine Kultband. Kennen heute zwar nicht mehr gar so viele und waren auch zu ihren Hochzeiten Ende der 80er mit ihrem Frickelprog eher Spartenmucke, aber sie hatten etwas eigenes, unverwechselbares. Ihr Sänger Jason McMaster widmete sich nach dem Ende von Watchtower dem Hardrock und tingelte mit den Dangerous Toys recht erfolgreich um die Welt, es langte sogar zur Monsters Of Rock-Teilnahme und ins Vorprogramm von Judas Priest. "Electric" ist nun schon das dritte Album seiner nächsten Band Broken Teeth und auch hier regiert der Riffrock, will sagen es quillt AC und DC aus allen Ecken. Nun gibt es auch diverse andere Acts, die ihre Basis seit Jahren auf soliden australischen Rock bauen und trotzdem rocken, "Electric" kommt aber irgendwie nicht so aus den Puschen. Mit wenigen Ausnahmen - wie etwa das coole "Blood On The Radio" - bleibt nichts hängen und das obwohl die Band ihre Hausaufgaben wahrlich gut gemacht hat: Minimaler Bumm-Zack-Beat, Schuluniformenriffs, souveränes Rockgeröhre auch in höchsten Lagen usw.. Mit einer Art spätem Aufbäumen reißen sie das Ruder ab etwa dem achten Song noch mal rum und servieren ein paar gelungene Nummern wie etwa das hyperaktive "Devil Money" - wer hat sich denn bitte diese Reihenfolge ausgedacht und die besseren Songs am Schluss "versteckt"? (tj)




