Too Pure To Die - Confidence And Consequence
Too Pure To Die entstammen dem (von Slipknot mal abgesehen) musikalischen Niemandsland Iowa, genauer gesagt dem Örtchen Des Moines im tiefsten Mittleren Westen der USA. Um dort als Band überleben zu können, muss man zweifellos ein gutes Durchhaltevermögen besitzen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Too Pure To Die und ihr vorliegendes Album "Confidence And Consequence", welches bereits im Jahr 2006 veröffentlicht wurde. Da aber auch (oder gerade) in Iowa Besetzungsroulette gespielt wird, änderte sich 2007 fast das komplette Line Up, und so entschied man sich, die Platte nochmals komplett neu einzuspielen. Die Produktion ist - wie von Trustkill-Scheiben gewohnt - richtig gut: Ballernde Drums und super differenzierte Gitarren. Einzig der Gesang ist für meinen Geschmack zu weit in den Vordergrund gerückt. Als musikalische Vergleiche können Pantera, Hatebreed und bedingt Unearth herangezogen werden. Die Songstrukturen sind funktionell aber auch verdammt vorhersehbar, womit wir auch schon beim großen Problem von "Confidence And Consequence" wären: Die Platte beginnt bereits nach dem zweiten oder dritten Durchlauf langweilig zu werden. Die Stücke - im Einzelnen betrachtet - sind gar nicht schlecht. Vor allem "Bad Luck", "Dead To Me" und "All In A Day" sind echte Neckbreaker, bei denen man schon gewaltig ins Kopfnicken verfallen kann. Den gleichen Song aber zehnmal in Folge zu hören (übertrieben formuliert), ist nicht wirklich spannend. Das komplette Songwriting folgt fast ausschließlich demselben Schema, und weicht nur selten davon ab. Auch die Tempo- und Rhythmuswechsel werden einfach vom einen zum anderen Song transferiert...copy and paste. In punkto Aggressivität und Dynamik haben Too Pure To Die einiges zu bieten, wenn es aber um kreative Kompositionen geht, bleiben die US-Boys doch einiges schuldig. (cj)




