Thrudvangar - Zwischen Asgard und Midgard
Mit ihrem mittlerweile dritten Opus beschenken uns die selbsternannten Piraten des Nordens Thrudvangar. "Zwischen Asgard und Midgard" ist voll beladen mit hymnenhaften, epischen Songs, die facettenreichen kaum sein könnten. Die Schlagzahl des Drachenbootes wird je nach bedarf in die Höhe geschraubt und wieder abgesengt. So wird garantiert nie Langeweile aufkommen. Die Vocals erinnern zeitweise etwas an die alten Siebenbürgen wie "Grimjaur" und "Loreia", generell scheint man sich stilistisch sehr an den Vampiristen zu orientieren, ohne jedoch die eigenen Stärken zu beschneiden. Eigentlich gibt es nur einen einzigen kleinen Wehmutstropfen, und das sind meines Erachtens die etwas zu präsenten Keyboardpassagen. Ansonsten liefern Thrudvangar ein rundum gelungenen Viking/Pagan-Epos ab, der bei den Heerscharen Verzückung und Begeisterung auslösen wird. Für echte Wikinger dürfte wohl kaum ein Grund bestehen, diese Scheibe nicht sein Eigen nennen zu dürfen. Doch auch wer sich eher dem Black-Metal à la Dimmu Borgir verschrieben hat, sollte hier unbedingt mal reinhören. Hier könnte wahrlich Geschichte geschrieben werden. Also verpasst das nicht und schreibt mit. (jb)




