Pagans Mind - God´s Equation
Zu viele Arme, schicke Nippel, ein Sack voll religiöser Symbole und im Hintergrund etwas, das wie das Portal aus Emmerichs Stargate aussieht auf dem Cover, schon ohne auch nur einen Ton gehört zu haben, hätte ich entweder auf Power oder Prog Metal getippt. Letzteres ist es dann auch. Das einleitende Intro "The Conception" baut Atmosphäre auf, bricht dann abrupt ab und es setzt ohne ersichtliche Verbindung der Opener und Titeltrack ein. Anfangs freut man sich über relativ schroffes Riffing, bis dann der Gesang und die dudeligen Keyboards einsetzen. Das Info spricht von einem "Prog-Metal-Highlight des Jahres" - hatte ich bzw will ich ein Prog-Metal-Highlight 2007? Hmmm.... Die Norweger servieren mit " God´s Equation" schon ihr viertes Album und verlieren vor lauter Prog dankenswerter Weise auch nicht den Metal aus den Augen, will sagen: ab und zu lassen sies auch gerne mal krachen und erinnern in diesen Momenten gar kurz an Nevermore ("Evolution Exceed"). Die Skrotum-Twister Vocals machen das Album trotzdem schnell unerträglich bzw. -hörbar, von den ausgiebigen Synthiesolopassagen mal gar nicht zu reden. Aber nochmal: die Flitzefinger und bestimmt auch das Album können so einiges, produziert hat mit Stefan Glaumann sogar ein ehemaliger Rammstein-Sounddrechsler, ist nur leider so gar nicht meine Baustelle. Und ob der "Thin White Duke" aka. David Bowie sich über ihre Version von "Hallo Spaceboy" freuen würde? Hmmm... (tj)




