THORN.ELEVEN - A different view
Mit dem ersten Demo und dem Song „Sick“ haben es die Heidelberger gleich auf die Visions-CD geschafft, in der Folge dann auf die Bizarre-Bühne und als sie von der Bühne kamen hat man ihnen quasi den Vertrag bei SPV zum Unterschreiben hingehalten. Ab ins Studio zu „Metal-Gott“ Andy Sneap (Machine Head, Arch Enemy, Skinlab, Nevermore, Stuck Mojo u.a.) und dann ab auf Tour mit Slayer, später dann noch mit Thumb und dann sogar noch mit den leider verblichenen Earthtone 9 (R.I.P.). Dann war erst mal zwei Jahre Sendepause, man hörte so gar nichts, außer dass es wohl Besetzungswechsel geben soll. Und hier sind sie nun mit einem neuen Album das wiederum überdurchschnittlich ist und mit modernen, harten, oft aber auch melodischen und ruhigen Songs brilliert. Beim ersten Hören fällt erst mal auf, dass es die Herren nicht mehr ganz so metallisch krachen lassen, wie auf dem Debüt. Das bringt sie natürlich auch endlich von den ewigen Tool-Vergleichen weg, Spuren von Maynard & Co. finden sich aber schon auch noch auf „A different View“ (z.B. beim instrumentalen „Prove me wright“ und bei einem der besten Songs des Albums „Maze“). Und auch wenn’s Sänger David nicht gerne hört, mancherorts angebrachte Vergleiche zu amerikanischen New-Rock-Bands wie z.B. Creed greifen streckenweise schon, nur ersparen sich die dornigen Elf sämtlichen schleimigen Pathos-Schmonz, der derartigen Kapellen anhaftet. Fazit: Ein tolles Album einer gereiften, authentischen Band, dass sich spätestens nach dem dritten Hören richtig festsetzt. (tj)




