Beirut - The Flying Club Cup
Sein Debut "Gulag Orkestar" brachte denn Teenager Zach Condon, alias Beirut, ins Gespräch. Er hatte es im Alleingang im Haus seiner Eltern aufgenommen, erntete Anerkennung auf breiter Ebene, baute eine Band um die Songs und wurde in der Folge auch live gefeiert. Dann reiste er mit seiner Band durch Osteuropa (hauptsächlich Russland, Polen und die Türkei) und für sein zweites Album suchte er Inspiration im französischen Lebensstil. Das Studio war wohl flächig mit alten französischen schwarz-weiss-Fotografien bedeckt und so atmen die Songs, die alle einer anderen französischen Stadt gewidmet sind, überdeutlich frankophil, manchmal etwas schwermütig, man hört hier und da Charles Aznavour und Jaques Brel heraus und staunt über die so gar nicht moderne Klangkulisse aus Bläsern, Klavier, Akkordeon, Streichern und den Gesang Condons - c´est tres fantastique! Auch wenn das Konzept dann doch etwas gewollt und aufgesetzt rüberkommt. Aufgenommen wurde das Album aber keinesfalls in unserem westlichen Nachbarland, sondern wesentlich weiter westlich, in New Mexiko. Und zwar zunächst m Proberaum von A Hawk And A Hacksaw (deren Heather Trost fürs Album u.a. auf ein paar Songs Violine gespielt hat) und später wurde dann im Masonic Church Studio aufgenommen, das bekanntlich Arcade Fire gehört. Was macht ein Mann wie Zach Cordon wohl, wenn er in 20 Jahren dann über 40 ist? (tj)




