The Durango Riot - Telemission
Die Musik des Vierers klingt wie der Labelname schon vermuten lässt, nach Ländern in denen es Wüsten und dicke Hosen hat, USA oder meinetwegen auch Australien. Monster Magnet oder QOTSA lassen grüßen. The Durango Riot kommen aber mit nichten aus Wüstenregionen sondern aus "Not So Sunny At All"-Schweden und rocken sich auf ihrem Debut veritabel den Elcharsch ab. Was damit zu tun haben mag, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben und nicht vergessen haben, wers erfunden hat. Nein, nicht die Schweizer, eher Onkel Ozzy und sein Schwarzer Sabbath und die andren 70er-Kollegen. Abgesehen von den perfekt integrierten Saxophon-Passagen (sic!) kommen die elf Kompositionen jetzt nicht gerade mit der Neuerfindung des Genres um die Ecke, können trotz sehr kurzer, nämlich gerade mal ca. zweijähriger Bandgeschichte, aber vor allem eines: rocken! Ein Song wie "I Don´t Know You Stranger" sprengt dann auch die Stoner-Grenzen und würde auch auf nem Mando Diao-Album eine gute Figur machen und die Mundharmonika bei "Drivers" ist ebenso fein. Im Herbst treten die Schweden dann wohl auch auf deutschen Bühnen den Beweis an, dass sie nicht nur auf CD rocken. Und auch wenn die Hochzeiten des Genres lange vorbei sind, so werden die immer noch zahlreichen Fans ein Album wie "Telemission" zu schätzen wissen - auch wenn das Cover mit den zwei Ziegen und dem krieseligen Fernsehgerät nicht gerade nach Qualität aussieht. (tj)




