Blessthefall - His Last Walk
Blessthefall aus den Staaten erfreuen sich dort bereits relativ hoher Beliebtheit und können über vier Millionen Plays über Myspace für sich verbuchen. Das Debüt der Jungspunde erscheint nun über Ferret Records. Die Band passt genau in das populäre Screamo Schema das Bands wie Underoath populär gemacht haben. Metallischer Hardcore wird mit melodischem Gesang kombiniert, dazu gibt es einen Hauch Chaos. Blessthefall haben aber durchaus originelle Ansätze. Das Riffing erinnert nicht selten an Shai Hulud und die Art wie sie Härte und Melodie verschmelzen ist zwar nicht neu, hat aber durchaus interessante Feinheiten. Dazu gesellen sich Dinge wie stimmungsvolle Keyboards und elektronische Beats. Die Arrangements sind recht komplex ohne dabei zu verkopft zu wirken. Die melodischen Vocals kommen überzeugend rüber und bieten ebenfalls charmante Facetten. Negativ zu Buche schlägt bei dem Album, dass die harten Screams oft aufgesetzt wirken und oft in unartikuliertem Geschrei gipfeln das mehr nervt als dem Song dient. Außerdem fehlt den Songs oft ein roter Faden was in recht zerpflückt wirkenden Songs endet. Weiterhin werden doch relativ oft Standard Stampfriffs verwendet, die ebenfalls eher langweilen. Somit ist mein Eindruck gespalten. Die Band hat einerseits interessante und wirklich coole Momente, andererseits aber auch deutliche Schwachstellen. Zieht man das junge Alter der Jungs in Betracht muss man der Band durchaus Potential attestieren. Man darf gespannt sein wie die Band reift. (rg)




