Shikari - Dead Man EP
Shikari aus den Niederlanden geben mit diesen vier neuen Tracks ein Lebenszeichen in Form einer EP von sich. Die Songs bieten wüsten Chaoscore der seine Wurzeln bei Bands wie Acme, Uranus oder Drift haben. Die Band schafft es in den knapp 12 Minuten eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Dies geschieht mit Hilfe von reichlich verwendeten Noisetexturen und hysterischem Gesang. Der Gesang wird hier eher als weiteres Instrument benutzt, das hohe Geschrei ist zwar absolut unverständlich passt aber zum Sound. Dieser klingt ebenso recht verwaschen und undifferenziert weshalb die eigentlich coolen Arrangements etwas leiden. Das Problem der Band ist aber das Songwriting. Es ist ebenfalls recht undifferenziert und die Songs ähneln sich stark. Das ist bei einer EP nicht weiter Schlimm, denn sie geht in einem Guss runter. Für ein Full-length müssten sich die Jungs allerdings etwas einfallen lassen. Als Bonus ist auf der CD ein ca. 30 Minuten langes Live-Video zu sehen. Die Band liefert hier eine wirklich intensive Show ab, leider aber mit sehr schlechtem Sound. Als Fazit bleibt zu sagen, dass Shikari auf jeden Fall auf dem richtigen Weg sind und sich jeder der mit intelligentem Krach etwas anfangen kann über die Platte freuen wird. Lediglich die Sache mit der Abwechslung sollten sie in den Griff bekommen. Eine druckvollere Produktion würde auch nicht schaden, aber das ist Geschmackssache. (rg)




