Dekapitator - The Storm Before The Calm
Das Cover ist ja schon mal alles andere als subtil. Ein Schriftzug in Form einer mächtigen Streitaxt, das zentrale Element die bildliche Darstellung des Bandnamens, im Hintergrund die Türme eines in Flammen stehenden Atomkraftwerks, davor ein Panzer, zu Füßen des muskelbepackten Henkers, der mit blutiger Axt, Patronengurten und geschulterter riesiger Schusswaffe daherkommt - na was wohl - nein, keine leicht bzw. gar nicht bekleideten Ladies, sondern (natürlich) jede Menge Totenschädel. Man wähnt sich dank Timewarp direkt zurück in den 80ern, zu den Blütezeiten der Bay Area. Denn genau daher kommen unsere vier emsigen Enthaupter, Thrash der alten Schule war also wohl irgendwie eine naheliegende Genrewahl. Das ist launig, erinnert stark an frühe Exodus (Gesang) und Metallica zu "Kill Em All"-Zeiten, auch der Sound hat sich da weitestgehend den Originalen verschrieben. "The Storm Before The Calm " ist das zweite Album der Band, jedoch ihr Debut auf Relapse, wo sie mich stilistisch dann doch etwas überraschen. Mit dem Bewerten wars gar nicht so einfach, denn einerseits könnte man da schnell abwinken und mit dem "Alles schon gehabt"-Fähnchen fuchteln, andererseits würden sich viele der Bands, die heute als die Speerspitze des Genres gelten - und da nehm ich mal Hetfield & Co. bewusst nicht aus - so manchen Finger nach Songs lecken, die so stimmig und herrlich drauflos thrashen wie die neun Kompositionen auf dieser CD. (tj)




