Sonic Syndicate - Only Inhuman
Unglaubliche 1500 Bands beteiligten sich an dem Nachwuchswettbewerb den das schwäbische Label Nuclear Blast im Spätsommer 2005 ausrichtete. Gewonnen haben den Contest die schwedischen Sonic Syndicate, die folgerichtig mittlerweile bei Nuclear Blast unter Vertrag stehen und mit "Only Human" ihr Labeldebut vorlegen. Die elf dynamischen Eigenkompositionen sprühen vor Energie und bieten modernen Melodic Death Metal, der ganz grob in der Schnittmenge von In Flames und Dark Tranquillity zuhause ist. Dieser Sound ist dieser Tage sehr beliebt, die Band ist offensichtlich hungrig und bekommt massive Unterstützung vom Label - zweiseitige, vierfarbige Anzeigen in Szeneorganen wie dem Metal Hammer und die Platzierung auf vielen Sommerfestivals sprechen da eine deutliche Sprache - man will es wirklich wissen. Auch die musikalischen Argumente der Band um die drei Sjunnesson-Brüder überzeugen; mit gleich zwei Sängern ist man gesanglich sehr vielseitig und liefert eingängige Melodien am laufenden Band. Dank massivem Keyboard- bzw. Synthieeinsatz (manchmal dudelts gar arg, siehe "Double Agent 616") wird man als Hörer permanent von einer immensen Soundwand geplättet; besonders eindrucks- und wirkungsvoll nachzuhören ist das u.a. beim Titelsong oder auch bei "Psychic Suicide". Bei "Enclave" nimmt der Schwedensechser dann deutlich den Fuß vom Gas, nimmt die Midtempokurve aber sehr souverän und vermeidet jedweden Kontakt mit dem Kitschbankett. Auch optisch sind die sechs jungen Herren + eine Dame recht vorzeigbar; Bassistin Karin ist für meine Begriffe etwas zu nuttig aufgetakelt, aber Sex sells ja bekanntlich, und darum gehts hier ja! (tj)




