Antigama - Resonance
Antigama aus Warschau konnten sich mit ihren Veröffentlichungen auf Selfmadegod bereits einen Namen in der Exremo-Szene erspielen. Das neue Album veröffentlicht die Band nun bei den Krachspezialisten von Relapse. Sie passen auf das Label wie die Faust aufs Auge. Die Polen kombinieren extremen Grindcore mit modernem Tech-Metal, was die Platte mit ihren siebzehn Songs zu einer irrwitzigen Achterbahnfahrt macht. Die Songs leben vor allem von ihrer vertrackten Rhythmik wo hyperschnelle Blastbeats mit aberwitzigen Breaks in einen Topf geworfen werden. Die Gitarrenarbeit ist eher simpel, aber äußerst Effektiv gehalten. So entsteht ein einerseits sehr spastisch klingender, aber dennoch straighter Sound der Köpfe abschraubt. Die Songs erscheinen trotz des hohen technischen Anspruchs nie verkopft oder überladen sondern sind recht gut nachvollziehbar und setzen reichlich Energie frei. Dazu trägt natürlich auch die Länge bzw. Kürze der Songs bei, die selten über 2 Minuten kommen. Monotonie ist für die Band scheinbar ein Fremdwort. Das zentrale Instrumental "Barbapapex" wähnt den Hörer mit ruhigen jazzigen Klängen in Sicherheit bevor Antigama mit "Psychonaut" ihren Geschwindigkeitsrausch zügeln und dem Hörer mit ihrem vier-minütigen Lavabrocken einen Schlag in die Magengrube versetzen. Die Produktion ist recht kühl gehalten was der Platte gut steht. Insgesamt also eine rundum lohnende Investition für Krachfetischisten. (rg)




