Avatara - Perfect Pain
Satte fünf Jahre haben die Krumbacher gebraucht um nach dem Demo von 2002 ihr erstes Album vorzulegen. „Perfect Pain“ heisst es nun und bringt elf Eigenkompositionen in einer guten Dreiviertelstunde auf die Waage. Das Cover dürfte die Horrorvorstellung eines jeden Alkoholiker sein: eine Siedlung in der jedes Haus gleich aussieht. Da möchte man wirklich nicht im Vollsuff heimkehren und dann probieren müssen, zu welchem Haus denn nun der Schlüssel passt... Avatara gleichen zwar keiner anderen Band aufs i-Tüpfelchen, aber so richtig herausstechen tun sie dann doch auch nicht. Nicht falsch verstehen, das hat alles Hand und Fuß, die Produktion ist mehr als ordentlich, der Sänger Stephan Paul verdient diese Bezeichnung und auch seine Mitstreiter beherrschen ihre Instrumente. Aber es ist nun mal leider so, dass alleine die Summe guter Zutaten noch keine Garantie für eine außerordentliche Gaumenfreude ist. Den Songs fehlen die Höhepunkte, oder eben einfach die Hits, das Songwriting wirkt gelegentlich etwas willenlos („Twister“) und ich hab auch beim wiederholten Hören nichts behalten. Die obige Genrebezeichnung ist nicht unbedingt 100%ig treffend, manchmal riffen die Gitarreros auch heftiger los und votieren eher für eine Metal-Kategorisierung... (tj)




