Thunderstorm - As We Die Alone
Vier gewinnt heisst es doch so schön. Und mit ihrem vierten Album machen die Spaghetti-Doomer einen deutlichen Satz nach oben in der europäischen Doom-Liga. In den doch relativ deutlich abgesteckten Grenzen des Genres ist es nicht wirklich einfach - und wohl auch nicht das erklärte Ziel - zu überraschen und zu revolutionieren, aber "As We Die Alone" ist sehr abwechslungsreich, von Zeitlupe bis hin zu fast schon Stonergroovern und dem ein oder anderen fast psychedelischen Ausflug ist so einiges geboten. Zudem würzen die Italiener zusätzlich mit leichten Heavy und Power Metal-Einflüssen. Der sechseinhalbminütige Opener glänzt gleich mal mit fettem Sound, einem starken Riff und wird trotz Überlänge nicht langweilig. Die insgesamt zehn Songs halten sowohl das Sound- als auch das Qualitätslevel, Fabio "Thunder" (sic!) Bellans putziger Akzent ist fast schon charmant, das Cover ist stimmig und sogar die Jimi Hendrix-Coverversion ist gelungen: "Voodoo Child" geht auch in Doom! Als Anspieltipp empfehle ich das sehr ausgewogenen "We Die As We Dream (Alone)", das neben dem tollen Titel auch mit sehr schönen Bassparts und dezenten Streichern glänzt. (tj)




