Kaddisfly - Set Sail The Prairie
Kaddisfly aus Portland, Oregon kombinieren auf ihrem dritten Album poppigen Indie-Rock mit Art-Rock und Emo. Das Ergebnis ist eine recht vielschichtige Sammlung von Songs die unter die Haut gehen. Die Songs bestechen durch ein hohes Maß an Abwechslung. Hier treffen krachige Riffs mit DC-Post-Core Anstrich auf sanfte Akustikgitarren, schmissige Arrangements auf melancholische sehr ruhige Parts und poppig eingängige Refrains auf nachdenkliche Strophen. Mal gibt sich die Band quirlig verspielt, mal zurückgezogen und in sich gekehrt. Trotz der stimmungsmäßigen Achterbahnfahrt bleiben die Songs in sich absolut schlüssig und nachvollziehbar. Der Gesang von Frontmann Christiopher James Ruff klingt zerbrechlich, aber dennoch bestimmt und schafft es den Hörer zu fesseln. Die Songs werden dezent aber wirkungsvoll mit Klavier und allerlei stimmungsvollen Samples angereichert. Von easy-listening Standard Emo kann hier absolut nicht die Rede sein, das Album erfordert ein paar Durchläufe bis es zündet. Die Songs klingen jederzeit federleicht, sind nicht verkopft, aber dennoch anspruchsvoll. Kaddisfly sind eine wirklich interessante, vielschichtige und vor allem eigenständige Band. Wer sich grob eine Mischung aus Elliot, Maxeen und Jimmy Eat World vorstellen kann ist hier goldrichtig. (rg)




