Adair - The Destruction Of Anything Is The Beginning Of Something Ne
Irgendwie ein komisches Gefühl. Hier eine Besprechung für eine CD zu schreiben, wo die Band mittlerweile schon Geschichte ist, quasi ein posthumes Review. In den Staaten kam das Album schon vor ca. einem Jahr über Warcon (u.a. aktuelle Heimat von Helmet) heraus. Später verließen dann mehrere Musiker die Band und die verbliebenen beschlossen dann im Februar 2007 den Laden dicht zu machen. Schade an sich, aber wiederum auch nicht dramatisch. Wenn die Band eine Fahne gehabt hätte (nicht vom Saufen, eher so bildlich gesprochen!), dann wäre da wohl groß Emocore draufgestanden und wenn in der Band jemand behauptet hätte The Used nicht zu kennen, hätte er sich im selben Moment zum Lügner gestempelt. Wobei sich der Core-Anteil in Grenzen hält, Moshparts muss man quasi mit der Lupe suchen; meist servieren die Buam schmissige, gefühlvolle Song mit großen Refrains und gehen dabei gerne auch mal etwas ruhiger ans Werk. Sänger Rob Tweedies Organ erinnert gerade bei den Geschrei-Passagen frappierend an Mr. McCracken, er ist aber in jedem Fall ein versierter Sänger. Überhaupt hatte die Band durchaus Potenzial, das Werk klingt aber über die dreizehn enthaltenen Songs zu stromlinienförmig und es wird vor allem versäumt Akzente zu setzen um sich von ähnlichen Bands abzusetzen. Warum das Cover im Gegensatz zum US-Release geändert wurde ist mir schleierhaft... (tj)




