Sirenia - Nine Destinies And A Downfall
Das Cover hab ich doch auch schon zig Mal irgendwo gesehen! Wahrscheinlich gibts da irgendwo einen Automaten, der auf Knopfdruck eine weitere Variante des Themas Frauengesicht bzw. -körper mit Maschinenteilen ausspuckt. Und mit der Musik scheint mir das nach mehrmaligem Hören ganz ähnlich gelaufen zu sein. Auch beim dritten Album präsentiert uns Ex-Tristania-Mastermind Morten Veland eine neue Sängerin, warum er im Info aber für Gitarren UND Growls verantwortlich gemacht wird, ist mir völlig schleierhaft. Denn wo frühere Werke gerne auch mal etwas derberen Gesang einflochten, ist davon beim neuen Werk kaum noch etwas zu finden. Hier regiert der auf Masse produzierte Frauengesang der Neu-Elfe Monika Pedersen neben gefälligen Riffs und man wirft sich aufs deutlichste den Fan- und wohl vor allem Käuferscharen von Acts wie Within Temptation in die Arme. Das ist auch das deutliche Problem von "Nine Destinies And A Downfall", denn so schnell die hypereingängigen Song sich ins Ohr schmeicheln, verlassen sie es auch wieder - will sagen, ich seh da wenig Substanz. Das könnte - weil einfach kompetent gemacht - durchaus mehr als ordentlich verkaufen; es würde mich aber wundern, wenn das Album in ein paar Jahren für irgend jemand noch relevant ist. Hier wurde mit dem Blick auf den Dollar und ohne Seele komponiert, die Gitarren beispielsweise haben selten tragende Funktion, sind meist nur fett machendes Beiwerk oder Solovehikel. Das limitierte Digipack kommt mit Poster. (tj)




