Grady - Y. U. So Shady
Grady kommen aus Texas und das versuchen sie nicht gerade zu verheimlichen - rein optisch winken sie schon durchs einheitliche Tragen weißer Stetsons nicht gerade unauffällig mit dem Texas-Zaunpfahl. Und auch musikalisch kann man ihnen ihre Herkunft ohne weiteres anhören. Man denkt an PickUp-Trucks, die über schnurgerade Highways an Tumbleweed und riesigen Kakteen vorbei durch Wüsten cruisen, hier und da stonert es folgerichtig auch etwas, meist orientieren sich die Drei aber an Fixsternen wie ZZ Top, wobei sie im direkten Vergleich zu diesem texanischen Trio doch irgendwie den Kürzeren ziehen. Das Album macht Spaß, soviel ist sicher, es hat nen fetten Sound woran sicher auch Howie Weinberg (u.a. Nirvana, Smashing Pumpkins), der fürs Mastering zuständig war, nicht ganz unschuldig ist. Hauptgrund für den direkten Sound dürfte aber auch das Live-Einspielen der Songs bei einer Studiozeit von nur einer Woche sein. Über die gesamte Dauer von elf Songs in einer knappen Dreiviertelstunde sind sie aber etwas eindimensional unterwegs, je weiter das Album fortschreitet umso beliebig-dudelig wird das Album und so kommen sie über guten Durchschnitt eben nicht hinaus. Auf der CD ist zusätzlich das Video zu "Woman Got My Devil" drauf. Leider wurde beim Europarelease das Coverartwork in ein Bandfoto geändert, das gezeichnete der US-Version fand ich cooler... (tj)




