Sylvan - Presets
Ich bin weder Progfan noch - experte, aber weil ich Psychotic Waltz ganz gut und auch Coheed & Cambria richtig gut finde, landen die entsprechenden CDs irgendwie immer bei mir. Nachdem ich jetzt also gebeichtet habe, dass das gar nicht meine Baustelle ist, kann ich ganz frei von der Leber weg sagen, dass ich den Bandnamen Sylvan vorher noch nie gehört habe. Und das, obwohl mit "Presets" bereits das sechste Album der Hamburger vorliegt. Der Vorgänger "Posthumous Silence" gilt szeneintern wohl allgemein als ihr Masterpiece und so wird es "Presets" wohl etwas schwerer bei den Fans haben, und das obwohl es parallel zum Vorgänger aufgenommen und produziert wurde! Bevor jetzt jemand an stressiges Egogefrickel a la Dream Theater denkt, sei hier gleich mal gesagt, dass die Hanseaten damit gar nichts am Hut haben. Viele der getragenen ruhigen Songs könnten auch auf jüngeren Anathema-Alben stehen und überzeugen einfach durch gute Melodien. Sänger Marco Glühmann erinnert mich ab und an etwas an Nick Holmes Gesangslinien auf "Host", dem meistgehassten Paradise Lost Album, das in meinem Bekanntenkreis neben mir nur eine weitere Person gut findet... Auch bei der Dauer der einzelnen Tracks ist das Album erstaunlich untypisch, nur drei der zwölf Sogs haben Überlänge (der abschließende Titelsong mit über zwölf Minuten sogar deutlich), der Rest pendelt zwischen knackigen 2:20 und etwas mehr als vier Minuten. Feines Album. (tj)




