Ashema - In A Heartbeat MCD
Aus den Dunstkreisen von Personal Vendetta und Full Court Press hervorgegangen, existieren die vier Belgier seit 2005 als Band. Anfangs noch als Fünfer, mittlerweile als Quartett unterwegs, liefern sie nach einigen Demoaufnahmen nun ihre erste EP ab. Darauf finden sich fünf Songs mit einer Gesamtlänge von knapp 19 Minuten. Wer Full Court Press noch kennt und hier einen potentiellen musikalischen Nachfolger vermutet, wird ganz bestimmt nicht auf seine Kosten kommen. Ashema spielen relativ straighten Metalcore, wie ihn Unearth oder Throwdown zelebrieren. Allerdings legen sie Wert darauf, dass ihre Hardcore-Wurzeln vom Metalgebolze nicht gänzlich in den Hintergrund gedrängt werden. Der Opener „What We Feel“ ist durch und durch metallisch getränkt und stellt ein ganz vernünftiges Moshbrett dar. Bei den anderen Stücken, so z.B. bei „Inner Self“, kommen vermehrt melodische Passagen zum Zug, die auch bitter nötig sind. Ansonsten bestünde die ganze Platte aus drei Akkorden und ein paar Kopf-Schüttel-Riffs, die man schon auswendig kennt, bevor die Scheibe im Player angelaufen ist. Vom innovativen Standpunkt aus betrachtet ist „In A Heartbeat“ totaler Müll! Das beginnt mit den gerade erwähnten Riffs, zieht sich durch das gesamte Songwriting und gipfelt im Gesang. Die zwei Shouter liegen, von der Tonlage her zwar weit auseinander, gleichen sich in Sachen Rhythmik und Dynamik aber bis ins Detail. Auch das stumpfsinnige Abwechseln der Beiden ist todlangweilig. Eine ganz große Stärke können Ashema allerdings vorweisen: Ihre extrem wütende und super angepisste Attitüde, die fast schon bedrohlich wirkt und ihnen auf alle Fälle einige dicke Pluspunkte verschafft. So können sie sich gerade noch mal ins Mittelfeld retten… (cj)




