MT - Lethologica
Das Label Motivesounds, die uns in diesen Tagen auch die famosen Manatees bescheren, ist 2003 mit dem Konzept angetreten alternative Musik zu promoten. Nicht im Sinn von Alternative Music sondern im Sinne einer Alternative zu gewohntem und bekanntem. Bands mit ungewöhnlichen Ansätzen und frischen Ansichten sind das Ziel, gerne zusammen mit jungen Designern und Grafikern um so ein Netzwerk „unabhängigen Denkens“ zu schaffen. Klingt jetzt ein bisschen nach Studenten- oder Kulturbetrieb-Geblubber, trifft in diesem Fall hier aber erstaunlich gut ins Schwarze. Das Trio Mt. besteht aus Ben Maxwell (einem der Gründer des Labels), Laura Harrison und dem Schlagzeuger Robert Holmkvist, der auch gleichzeitig das Artwork beigesteuert hat. „Lethologica“ klingt über seine fast 50minuten oft herrlich entspannt, manchmal fast sphärisch, oft aber auch fordernd, nie aber langweilig und fast wie ein einziger ausgedehnter Jam einer sehr gut aufeinander eingespielten Band auf einer gemeinsamen Reise. Nur selten wird etwas krachiger ausgebrochen (wie etwa am Schluss von „Between Now, And Then“, der ganz kurz an die Smashing Pumpkins denken lässt). Wie bei ihren Labelmates Manatees spielt Gesang keine wirklich vordergründige Rolle, er findet statt, ist aber nicht so im Zentrum wie man das von anderen Bands meist gewohnt ist. Deswegen wurde wohl auch der Albumtitel gewählt. „Lethologica“ ist nämlich eine Krankheit, bei der die Betroffenen aus psychologischen Gründen keine Wörter oder Phrasen artikulieren können. (tj)




