My Dying Bride - A Line Of Deathless Kings
Über 15 Jahre gibt es diese britische Band nun schon und bereits ihr 1992er Album “As The Flower Withers†etablierte sie als eine der führenden Doom/Gothic Metal Bands. Wie ihre Landsmänner von Paradise Lost gingen auch sie in ihren Anfangstagen deutlich heftiger vor, da waren durchaus auch Death Metal-Elemente im Sound zu finden. Im Gegensatz zu Nick Holmes & Co. haben sich My Dying Bride aber nie dermaßen verändert und so sind bei ihnen auch auf ihrem neunten Album Schwere, Melancholie, Schmerz und Verzweiflung die beherrschenden Themen, die die Songs transportieren – mit Death Metal haben sie aber auch nichts mehr am Hut. Nur zwei der neun Songs landen unter einer Spielzeit von sechs Minuten, einer liegt sogar jenseits der neun Minuten-Grenze. Und eben dieser extralange Song namens „L´Amour Detruit“ ist eins der Highlights dieses Albums, Wehmut trieft quasi aus dem Player und wenn man auch nur halbwegs etwas mit Doom anfangen kann, muss einen der Song berühren und die Band integriert sogar ein paar poppige Sprengsel. Keine leichte Kost also, aber eben auch sehr intensiv und immer wieder mit richtig großen Momenten. Wenn z.B. beim Opener nach zwei Minuten erstmals der Refrain erklingt wird die Gänsehaut quasi gleich mitgeliefert. Eine der wenigen Bands, die man sofort erkennt, auch wenn das Material durch den neuen Mann am Schlagzeug (erfreulicherweise) wieder etwas technischer geworden ist, man höre nur die coolen HiHat-Betonungen bei „I Cannot Be Loved“. (tj)




