Ektomorf - Outcast
Auch wenn sie wohl mittlerweile im Lexikon tatsächlich namentlich unter Epigon geführt werden, fleißige Bienchen sind die Ungarn von Ektomorf auf jeden Fall. Gerade mal ein Jahr ist seit dem Vorgänger „Instinct“ vergangen und dazwischen haben sie nicht nur wieder ausgiebig getourt und Festivals gerockt, es fand sich sogar noch Zeit für ihre „Live And Raw“-DVD. „Never Change A Winning Team“ war dann wohl auch einmal mehr die Devise als es darum ging möglichst schnell ein neues Album zu schmieden, denn am Pult nahm der Mann der Stunde, der Däne Tue Madsen, Platz mit dem die Magyaren ja nicht zum ersten Mal kooperieren. Unterm Strich gibt´s ein Dutzend Songs in allerfeinstem Sepultura/Soulfly-Sound, die gut in die Knie gehen und streckenweise auch sehr eingängig sind. Das Cover passt ganz gut zum Material, es wirkt nämlich etwas lieblos zusammengeschustert. Wirkliche Überraschungen sucht man vergebens auf diesem Album (die Neubearbeitung des Prodigy-Songs „Fuel My Fire“ ist ok, aber auch nicht mehr), die Fans werden es trotzdem (oder vielleicht sogar gerade deswegen!) lieben und live kann dieser Band ohnehin nur wenig aufhalten. Zoly und seine Jungs müssen sich ranhalten und die Ernte einfahren, am Horizont deutet sich an, dass die Cavalera-Brüder wieder miteinander können und sie das von ihnen einst gepflügte Feld nicht mehr lange alleine bestellen werden. (tj)




