COR - Tsunami
Ich weiss nicht so recht wie ich das finden soll. An sich ist es irgendwie geschmacklos ein Album mit einer Inszenierung einer riesigen Flutwelle zu starten, weil einem da unweigerlich die Bilder der jüngsten Vergangenheit und der Katastrophe u.a in Thailand wieder vor Augen steigen... Aber im Zweifel für den Angeklagten und so vermuten wir mal einfach, dass die Band das so nicht geplant hat. Was sicherlich geplant war, ist die Verwendung der deutschen Sprache. Wie die Landsleute von Narziss wird hier auf heftige Mucke deutsches Textgut gezimmert – allerdings ist das bei Narziss alles irgendwie stimmiger. Bei COR klingt das leider viel zu oft irgendwie nach willenlos-punkigem Geriffe und Gebolze und ist musikalisch leider völlig belanglos. Wie schon musikalisch, so wird dann auch textlich eher mit dem Dampfhammer operiert, platte „Lyrik“ die gesellschaftliche Übel beim Namen nennt. Den ohnehin schon grenzwertigen Eindruck pulverisiert die Band mit dem enthaltenen Videoclip zu ihrem „Song“ „Mein Huhn hat Grippe“ dann endgültig selbst. Natürlich geht es um die kurz mal sehr medienpräsente Vogelgrippe und ja, der Sänger gibt in dem Clip tatsächlich ein arg gerupftes Huhn. Das (sowohl Video- als auch CD-Aufnahme) hat Geld gekostet und da ists schade drum, denn da hätte man auch Sinnvolles mit anfangen können! (tj)




