Velvet Acid Christ - Lust For Blood
Samt, Säure, Christus und Blutlust also. Von der Band hatte ich vorher noch nie etwas gehört, aber ich bin nun auch kein wirklicher Experte der Szene. Direkt beim Opener „Wound“ fällt auf, dass das eine der Bands ist, die komplett auf synthetische Drums und Beats setzen, was ordentlich zur kalten, maschinellen Atmosphäre beiträgt. Beim Opener erinnert das dann noch angenehm an Frontline Assembly, der zweite Track „Parasite“ ist mir persönlich vom tumben, durchgängigen Beat her, einfach zu eintönig und weckt auch unschöne Billigtechno-Assoziationen, auch wenn das Drumherum eine ganz andere Sprache spricht. Die zwei Herren, die hinter diesem Projekt stecken, verstehen es nämlich durchaus Stimmungen zu schaffen. Die Amerikaner schaffen es trotz künstlichen Mitteln und auch dank der fies verzerrten Vocals ordentlich Aggression zu transportieren und nennen wohl nicht umsonst auch Bands wie Napalm Death und Cradle Of Filth als Favourites. Das ganze „Lust For Blood“ am Stück zu hören, ist ein ganz schön fieser Trip und steht manchem Metalalbum an Härte in nichts nach – für aufgeschlossene Leser: ruhig mal anchecken, das kann was! (tj)




