Eagles Of Death Metal - Death By Sexy
Ohne Josh Homme in seinen Reihen hätte diesem Mann niemand einen Vertrag für seine Band gegeben, ach was, wahrscheinlich wär er nicht mal in die Nähe des A&R-Büros gekommen. Fronter Jesse “The Devil“ Hughes, gelernter Politjournalist, sieht laut seinem Gitarristen Homme aus wie „der am schwulsten aussehende Hetero überhaupt“, ich hätte wahrscheinlich eher von „Ledertunte auf Droge“ gesprochen, aber anyway, Fronter mit nem Schuss im Tee haben ja ne lange Tradition...Noch bevor 2004 ihr Debut “Peace Love Death Metal“ erschien, gings im UK schon als Support von Placebo auf Tour, in den Staaten waren sie dann später mit den Strokes unterwegs und bei Onkel Letterman waren sie auch schon in der Show. Lorbeeren galore also. Der Bandname ist natürlich Vollpanne, das Cover nah am Augenkrebs und ich wollte hier eigentlich auch eher nen gepflegten Verriss verfassen, aber: das Album macht Spaß! Nicht soviel, dass ich es mir kaufen würde, aber als Auflockerung zwischendurch hat das was. Ein Arschwackler (oder zumindest „Mit-dem-Fuss-Mitwipper“) jagt den nächsten und vor allem passt der Sound wie der sprichwörtliche (wackelnde) Arsch auf den Eimer. Etwas krude, aber immer rockend, cooler Basssound und Gitarren gerne ganz leicht neben dem Tuning; auch auf dem Produzentensessel macht Herr Homme eine mehr als gute Figur. Songs wie „Solid Gold“ sind mit einer Dauer von über vier Minuten deutlich in der Minderheit, hier herrschen mehrheitlich die zwei Minuten Smasher. Bei “Chase The Devil“ wird ordentlich King Presley gehuldigt und an anderer Stelle klingt auch gerne mal T-Rex durch, kann man machen. (tj)




