Dust - High Density Amplitude
Erinnert Ihr Euch noch an dieses weiße Zeug, das bevorzugt in den Wintermonaten vom Himmel rieselt und Straßen gerne mal unbefahrbar macht? Damit man trotzdem halbwegs von A nach B kommt, streuen die Jungs in den orangenen Fahrzeugen dann doch immer Split auf die Straße. Habt Ihr Euch mal gefragt, was mit dem ganzen Zeug passiert, wenn der Schnee wieder weg ist? Hier kommt Dust-Sänger Olli Karic ins Spiel. Ich bin mir SICHER, dass er das ganze Zeug in seinen Rachen schaufelt, damit er fähig ist seiner Kehle derartige Laute zu entlocken, wie er es auf dem ersten Longplayer seiner Band für etwas mehr als 40 Minuten tut. Die Bielefelder agieren seit 1998 und haben auch schon diverse Demos veröffentlich, bevor sie sich nun mit „High Density Amplitude“ auf die Albumdistanz wagen. Tonnenschwere Riffs treffen auf den fiesen „Gesang“ Ollis und Eingängigkeit war wohl eher kein Ziel beim Songwriting, eher schon einen fieses Gewölle aus Krach, Sludge, Stoner Rock, Doom und einem Prieschen Psychadelic auszuspeien. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Sounds ist wohl authentisches Equipment aus den 70ern. Bei Tracks wie z.B. „Got Any War Inside“ rocken Dust auch mal ordentlich los, suhlen sich aber auch sehr gerne im unteren Slowmo-Drehzahlbereich, wie etwa beim fast siebenminütigen „A Simple Man´s Fate“. Trotzdem ich mit dem Style halbwegs etwas anfangen kann, finde ich die Vocals über die neun Songs doch etwas akzentlos und – größtes Manko – die Produktion zu rumpelig. (tj)




