Axamenta – Ever-Arch-I-Tech - Ture
Die mir bisher völlig unbekannten Axamenta stammen aus Belgien und lassen mit „Ever-Arch-I-Tech-Ture“ ihr zweites Release auf die Menschheit los.
Als erstes fällt die sehr ausgefeilte Produktion auf, die keine Zweifel darüber aufkommen lässt, dass man sich zu Höherem berufen fühlt. Stilistisch bewegen wir uns im Bereich des progressiven Dark Metal mit stellenweise deutlich erkennbaren schwedischen Melodie-Einflüssen, wobei Adjektive wie episch und symphonisch durchaus angebracht sind. Auch die hier und da eingestreuten orchestralen Samples verleihen der Scheibe die Charakterzüge eines wahren Metal-Opus. Übrigens handelt es sich hierbei um ein Konzeptalbum, dessen Bedeutung mir aber auch nach mehrmaligem Lesen der Texte verborgen blieb. Allerdings sind mit Songs wie „Ravager 1.6.6.3.“, der mal richtig nach vorne geht, und „A Nation In Antrophy“, welcher mit heftigen Double-Bass-Tiraden aufwartet, echte Dauerbrenner auf der Platte vertreten. Im Gegensatz dazu finden sich aber auch Stücke, die mir überhaupt nicht zusagen, so zum Beispiel die kitschige Ballade „Threnody For An Ending“, bei der Prog-Metal-Protagonist Daniel Gildenlow von Pain Of Salvation die Vocals beisteuert. Auch der instrumentale Titelsong und das fast poppige „Ashes To Flesh“ sind bei mir auf Anhieb durchgefallen. Somit ist „Ever-Arch-I-Tech-Ture“ eine CD mit Höhen und Tiefen, die trotz einer gewissen musikalischen Komplexität recht eingängig ist und es wohl auch sein soll. (cj)




