The Forecast - In The Shadow Of Two Gunmen
Sehr schön, tolles zweites Album der Band aus dem mittleren Westen der USA auf Victory Records. Ihr erstes Album aus dem letzten Jahr verkaufte immerhin respektable 15.000 Einheiten und jetzt legen sie also nach. Mit dem ersten Song stellt man sie erst mal in die Emo-Ecke, Jimmy Eat World lassen grüßen, aber moment mal, das Solo am Ende des ersten Songs, das klingt aber doch verdächtig nach Country und da dengelt doch auch einer im Hintergund auf nem Klavier rum!? Das beste Kätzchen lassen sie dann auch erst beim zweiten Songs aus dem Sack, neben dem Sänger haben sie mit Shannon Burn auch noch eine Sängerin in ihren Reihen und die macht mit ihrer hellen Stimme einen Großteil der Faszination der Band aus. Die zwei Gesänge werden ideal in Szenen gesetzt und dafür dürfte John Naclerio, der früher auch schon Brand New und My Chemical Romance produziert hat, verantwortlich sein. Das Album ist in seinen etwas mehr als 36 Minuten nie wirklich aggressiv, sondern meist einfach wunderbar eingängig ohne jedoch klebrig zu sein und macht mal wieder richtig Spaß, selbst schon fast balladeske Songs mit fettem Countryflair wie der fünfte Song „Some Things Never Change“; Emo mal wieder erfrischend anders! Definitiv eine meiner Platten für den Sommer. Ich hoffe, dass die Vier es auch nach Europa zum Touren schaffen, einerseits weil ich sie natürlich gerne live sehen würde, andererseits aber auch um den Drummer zu fragen, was denn sein Tattoo am linken Unterarm bedeuten soll. Da prangt nämlich ein Getränkebecher mit Mund und Augen... (tj)




