Usurper - Twilight Domination
Usurper sind wohl so etwas wie die Manowar des Black-Metals. Ebenso wie die Witzfiguren mit den Harleys stecken Usurper bis zum Hals in den Metal Klischees. Diese Leben sie in ihren Songs die so illustre Titel wie "Metal Lust" tragen voll aus. Die Band stammt aus Chicago und hat mit dem europäisch geprägtem Black-Metal neuerer Machart nur wenig zu tun. Usurper klingen eher wie frühe Thrash Bands a la Sodom oder Celtic Frost. Das klingt im Jahr 2003 doch ziemlich angestaubt und unspektakulär. Die Band hat zwar sowohl schleppende Mid-Tempo Songs als auch rasend schnelle Blastbeats am Start und versucht mit akustischen Gitarren Atmosphäre zu schaffen verliert sich dann aber in langweiligen Arrangements ohne jegliche Höhepunkte. Die Platte klingt deshalb lasch und zweitklassig. Die Riffs locken wohl niemandem hinter dem Ofen hervor, die Solos nerven und der Gesang wirkt uninspiriert. Es wirkt so, als ob die Band zwar versucht coole Elemente zu integrieren, diese aber wahllos zusammen klaut. Dies führt dazu, dass die Platte nicht wie aus einem Guss sondern zerstückelt wirkt. Dazu kommt, dass die Produktion einfach nicht richtig knallt. Sorry, aber diese Platte kann mich nicht überzeugen. (rg)




