Moonspell - Memorial
Nach zwei Jahren ausgiebiger Touraktivitäten ist Portugals erfolgreichste Metal-Band erneut mit Stammproduzent Waldemar Sorchyta ins Hagen er Woodhouse-Studio eingefallen um ihr siebtes Album aufzunehmen. Die Band zählt zu recht zu den herausragenden Acts im Gothic Metal-Bereich und überrascht mit neuen Songs, die eher härter als zugänglicher ausgefallen sind. Nicht selten wird hier sogar gegrowlt, wobei das Werk aber nicht tumb holzt sondern eine spezielle, morbide Stimmung beschwört, der man zum besseren Verständnis noch Attribute wie Bombast und Melancholie hinzufügen sollte. Ich war nach den ersten Songs wirklich überrascht, ahtte ich doch erwartet, dass die Band vielleicht eher softer werden und die Melodien in den Vordergrund stellen würde. Sänger Fernando Ribeiro denkt aber gar nicht daran und zeigt sich von seiner aggressiven Seite. Nach den ersten drei Tracks gibt´s dann zum Verschnaufen ein gelungenes Instrumental, bevor es weiter geht. Und sie hatten offensichtlich eine Art Kreativ-Anfall, denn mit 13 Songs und beinahe 60 Minuten Spielzeit liegen sie dann doch weit über dem Durchschnitt. Kleiner Haken: auch nach mehrmaligem Hören fehlen mir etwas die herausragenden Tracks. (tj)




