Theatre Of Tragedy - Storm
Der Titel ist meiner Meinung nach etwas zu hoch gegriffen, denn ein Sturm wird hier nun wirklich nicht entfesselt, aber sie gehen auf „Storm“ schon wieder etwas kräftiger ans Werk. Auch wenn der Weggang von Ex-Sängerin Liv Kristine gen Deutschland, Solokarriere und Ehemann Alex Krull die wohl größte Krise in der Geschichte der Band markierte, zeigt sie sich hier von einer wiedererstarkten Seite und muss sich mit Sängerin Nell auch wahrlich nicht verstecken. Der einleitende Titeltrack zeigt die Sängerin von ihrer besten Seite und auch die folgenden Tracks werden erstaunlich radiotauglich um sie herum aufgebaut. Klingt also alles nach erfolgreicher Verteidigung des norwegischen Gothik Rock-Gipfels, mag sein. Aber auch nach mehrmaligem Rotieren im Player ist das Werk leider kaum nachhaltig. Die Stimme der Sängerin dominiert alles, die Instrumente wissen keine Akzente zu setzen und werden (bewusst?) in den Hintergrund und in Nebenrollen gedrängt und auch Sänger Raymond beschränkt sich auf punktuellen, blassen Sprechgesang. Wie gesagt, der Titeltrack rockt und wird wohl hier und da in den Zappelbuden und auch bei Genrefans punkten, aber sonst? (tj)




