Saeko - Life
Die gutaussehende, junge Japanerin Saeko verließ einst Heimat und Familie in Osaka und zwar einzig und alleine um ihren Traum zu erfüllen. Dieses Ziel führte sie nach Hamburg. Nein, es hatte nichts mit der bekanntesten Straße der Stadt zu tun, es ging natürlich um Metal bzw. Hard Rock. Dort stolperte sie dann auch noch zufällig über Lars Ratz und Michael Erhe, die ihre Kompetenz quasi schon mit ihrem Bandnamen vor sich hertrugen: Metalium. Und so klingt das knapp einstündige Album dann auch. Statisch, uneigenständig und trotz sehr guter Stimme und akzeptabler Produktion einfach langweilig. Zwar setzt die Sängerin durch Sprachfärbung und teilweise auch japanische Texte (siehe „Sa-Ku-Ra“) hier und da Akzente, unterm Strich reisst das aber kaum mit. Ihr erstes Album „Above Heaven – Below Heaven“ hat sie 2004 immerhin auf Tour mit Doro und Blaze und sogar aufs Wacken Open Air gebracht, mal sehen, wohin sie „Life“ bringt. Absolut gar nicht geht auf jeden Fall der letzte Song „My Way“. Ja genau, Frankyboys Hymne. Auf japanisch. Klingt irgendwie nach Karaoke für mich. Da helfen dann auch die zwei enthaltenen, durchaus imposanten, Liveclips nichts mehr gegen den schalen Geschmack im Mund, bäh. Wobei der erste Clip „Don´t be afraid“ Saeko von einer sehr sympathischen Seite zeigt, mit Orchester und gänzlich ohne Gitarren – funktioniert für mich irgendwie viel besser als ihr Metal-Traum... (tj)




