Slave To The System - dto.
Es handelt sich bei dieser Band, die mit ihrem Debütalbum ums Eck kommt, um eine „Vereinigung“ von hochkarätigen Musikern, die alle in angesagten Bands zu Werke sind. Der Drummer bei Queensryche, die anderen bei Brother Cane. Lediglich der Wunsch, was Neues auf die Beine zu stellen und aus dem Gewohnten auszubrechen, trieb die 4 Herrschaften an, eine Platte aufzunehmen. Dazu sollte noch gesagt werden, dass das vorliegende Album das Resultat eines Kaffeekränzchens ist, was sich als Selbstläufer entwickelte. Nach 3 Wochen war Alles im Kasten und man schaut stolz auf das Werk. Zu recht! Sicher nicht Queensryche, aber auch nicht zu verachten. Stellenweise sind Hooklines drin, welche an Alter Bridge erinnern, dann wieder typische Metal-Passagen, die aber sehr radiotauglich gehalten sind. Rockige Songs, neben durchdachten ruhigen Songs, die keinesfalls in die Kuschelfraktion zu schieben sind, sondern eher durch harmonische Verläufe, ruhiger Schlagzeugarbeit und einem sehr eindrucksvollen Gesang überzeugen und zugänglich sind. Des Weiteren sind Songs mit viel Dynamik enthalten, was der Opener „Stigmata“ gleich klar macht. Schlusssong „Walk The Line“ wirkt dagegen sehr atmosphärisch, was aber auch sehr schön zum Abschluss des Albums passt. So hat man das Gefühl, man verliert das zeitliche Gefühlt. Sehr durchdacht und sehr angenehm. Im Gesamten handelt es sich hier um ein sehr harmonisches Album, welches durch größtenteils ruhige Songs verfügt. Sicher, es werden einige Leute behaupten, dass die Platte zu ruhig ausgefallen ist, aber es muss ja nicht immer „auf die Zwölf sein“! Und wer sich mal zurück lehnen will, chillige Rockmusik zum Essen genießen und oder einfach auf dem Sofa rumhängen möchte, ist hier sicher bestens bedient! (pk)




