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    Boy Sets Fire - The Misery Index: Notes From The Plague Years

    Label: Burning Heart  •  Genre: Emo/Screamo  •  Wertung:6 / 7

    User-Wertung: keine  •  März 2006

    Das neue Album von Boy Sets Fire ist eine dieser Platten bei denen schon im Vorfeld die Gerüchteküche kocht. Nach dem Verlust des Plattenvertrags beim Major ist man zum Indie Burning Heart (bzw. Equal Vision in den USA) zurückgekehrt. Die Platte soll nach der recht kommerziellen Ausrichtung vom Vorgänger „Tomorrow Come Today“ wieder mehr in Richtung „After The Eulogy“ tendieren und härter sein, wurde gemutmaßt. Eine Behauptung die nur mit Einschränkungen stimmt. Zwar ist „The Misery Index: Notes From The Plague Years” deutlich weniger kommerziell als der Vorgänger, härter sind die neuen Songs jedoch keinesfalls. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass die harten Momente noch mehr in den Hintergrund gerückt sind. Dafür klingen die neuen Songs aber wesentlich weniger erzwungen und sind mit mehr Tiefgang ausgestattet. Das führt zwar dazu dass sich weniger aufdringliche Hits auf der Scheibe befinden, macht die Platte in meinen Augen aber auch wieder sympathischer. Insofern kann tatsächlich von einer Rückkehr zu „After The Eulogy“ geredet werden. Musikalisch ruht sich die Band jedoch keineswegs auf vergangenen Heldentaten aus. Die Jungs bringen neben bewährten Trademarks, neue Einflüsse wie Bläser, schräge Keyboards und Beats ein. Dies führt zu sehr untypischen Songs wie „So Long...And Thanks For All The Crutches“ und dem fröhlichen „Deja Coup“ mit Ska Anleihen, die einigen alten Fans sicherlich sauer aufstoßen. Ist der erste Schock jedoch überwunden, sind es mitunter auch diese Songs welche der Platte ihre Würze verleihen. Daneben stehen großartige Songs wie „Empire”, “Requiem”, „Walk Astray“, „A Far Cry“ oder „Faling Out Theme“. Als Hidden Track gibt es eine alternative (poppigere) Version vom After The Eulogy Hit „Still Waiting For The Punchline”. Boy Sets Fire sind einfach gute Musiker und vor allem die fantastische Stimme Frontmann Nathan Grey fesselt den Hörer. Zugegeben, etwas wohlwollend und tolerant muss man dieser Platte am Anfang schon gegenüberstehen, dann aber entwickelt sie sich zu einer wirklich tollen Scheibe. (rg)

    0000-00-00 Helldriver Magazine

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    (tatsächliches Album in der Vorschau kann vom Review abweichen. )

    weitere Artikel: Interview: Interview mit Sänger Nathan (2003)
    Interview: Interview mit Sänger Nathan (2000)
    Interview: Interview mit Sänger Nathan zur neuen Platte. (2006)
    Live-Review: 30.11.2002, Lindau - Vaudeville

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