I Def I - Bloodlust Casualty
Man bekommt als Deutscher vom britischen Underground gemeinhin ja nicht so viel mit. Die Szene auf der Insel ist eine verschworen Gemeinschaft aus der die Industrie in regelmäßigen Abständen Bands als das nächste Große Ding ankündigt die hierzulande meist niemanden hinter dem Ofen hervor locken. Auch I Def I (bitte 5 Euro in die Wortspiel-Kasse) blieben hierzulande unbemerkt, obwohl die Band bereits vor ihrem ersten Release mit Barcode mit illustren Bands wie Stone Sour, Killing Joke und Fear Factory über die Insel tourte. Von übertriebenem Hype kann aber auch keine Rede sein, wie die vorliegende sechs Songs umfassende EP belegt. Stilistisch bewegt sich die Band im Post-Nu-Metal (haha...ok ich leg auch 5 Euro rein) Dunstkreis. Typische Nu-Metal Sounds werden mit eher traditionellen Metal Elementen kombiniert und in stimmige Songideen umgemünzt. Man kann locker Einflüsse von Pantera, Korn, Mudvayne nachweisen aber auch Killswitch Engage oder In Flames. Interessant ist auch dar coole Gesang, der in den heftig geschrieenen Parts an ex-Vision Of Disorder Fronter Tim Williams und in den melodischen Parts wahlweise an Mike Patton und ex-Killswitch Sänger Jesse Leach erinnert. Die Songs von I Def I sind immer für Überraschungen gut und werden nicht langweilig, setzen sich aber dennoch im Unterbewusstsein fest. „Bloodlust Casualty†ist ein sehr gelungenes Debüt geworden. Auf I Def I sollte man auch von hier aus ein Auge werfen. (rg)




