Sludgefeast - Virtua Rock
Das neue Album vom Sludgefeast hat nicht nur im Titel Ähnlichkeiten mit einem früher angesagten Konsolenspiel, die Platte ist auch optisch aufgemacht wie ein altes Sega Game. Musikalisch brettern Sludgefeast in 17 Songs derben Rock herunter. Schwere Grooves, scheppernde Drums und lässiger Gesang bestimmen das Bild der Platte. Die Blues Roots sind ebenfalls wie Stoner Verweise heraus zu hören. Sicher nichts Neues und auch nichts spektakuläres, sicherlich aber auch nicht von schlechten Eltern. Das eigentliche Problem das ich mit der Platte habe ist der Sound. Hier hat mal es wohl etwas übertrieben als man sich zum Ziel gesetzt hatte möglichst authentisch und dreckig klingen zu wollen. Die Gitarren sind mit voller Absicht bis zur Unhörbarkeit übersteuert. Die Drums haben keine Kraft und klingen wie alte Kochtöpfe und Blechtrommeln. Der Bass ist nur als Waberndes Geräusch im Hintergrund wahrzunehmen. Zu guter letzt ist auch der Gesang schlimm verzerrt. Das Ganze klingt als hätte die Band das Album direkt im Proberaum mit einem alten Raummikro mitgeschnitten. Einfach nur grässlich. Nach der halben Spielzeit geht allein der Sound mir persönlich so auf die Nüsse, dass ich abschalten muss. Schade eigentlich, denn die Songs sind sicherlich voll in Ordnung. Neben der Audio-CD ist im Paket auch eine DVD enthalten auf welcher man die Band Live bewundern kann. Wobei das Bildmaterial ebenfalls alles andere als Hochglanz ist. Rock Puristen können hiermit vielleicht was anfangen, wer aber nur einen Hauch von Anspruch an den Sound hat sollte die Flucht ergreifen. (Un)typischer Fall von tot produziert. (rg)




