The Blood Brothers - Burn Piano Island, Burn
Mit ihrer letzten Veröffentlichung und dem wilden Sound irgendwo zwischen At The Drive-In und Locust konnten die Blood Brothers bereits für Wirbel sorgen. Mit der Ankündigung, dass die Band auf dem kommenden Album mit Ross Robinson arbeiten würde, heizten sie zusätzlich die Erwartungen an. Jetzt ist diese Album erschienen und der Wirbel ist erneut groß. Die Blood Brothers können eigentlich nicht in Schubladen gesteckt werden, sie erschaffen sich eine eigene. Um dennoch eine Vorstellung vermitteln zu können müssen doch wieder At The Drive-In herhalten. Die Blood Brothers treiben den Ansatz dieser Band auf die Spitze. Die Band kennt dabei keinerlei Grenzen, sie bedienen sich an der kompletten Stilpalette die unsere Musiklandschaft zu bieten hat. In einem Moment ertönen spastische Riffs in halsbrecherischer Geschwindigkeit die mit wilden Breaks versetzt sind. Im nächsten legt die Band einen swingenden Tanzpart auf das Parkett bevor sie wieder in scheinbaren Krachorgien explodieren. Man kann nie vorhersagen was im nächsten Moment passiert. Wenn man Adrenalin vertonen könnte, würde wahrscheinlich wie die Blood Brothers klingen. Dabei hat die Band (oder Hr. Robinson) aber nicht vergessen, den Songs auch so etwas wie einen Wiedererkennungswert zu verleihen. So finden sich, neben epileptischen Schreien, auch coole Sing-alongs wieder. Erst nach etlichen Durchläufen beginnt man zu verstehen was hier passiert. Trotz der vielen technischen Arrangements ist die Scheibe eher eine Herz- als Kopfplatte. Wer sich auf ein musikalisches Abenteuer einlassen will, der ist hier genau richtig. (rg)




