October File - Monuments
October Fil von der britischen Insel kombinieren DC Post-Hardcore mit düsterem Noise. Dazu gibt es diesen typisch britischen Flair. Auf der EP befinden sich vier Studiosongs sowie zwei weitere Live BBC Mitschnitte. Die Bandinfo redet ausserdem von Einflüssen von Killing Joke und Boy Sets Fire, wobei ich persönlich rein gar nichts davon hören kann. Das Trio erinnert mich eher an eine britische Version von Mastodon. Die Gitarrenläufe sind recht sperrig und der Bass wummert lässig. Auf der Insel werden die Jungs allerseits abgefeiert. Warum ist mir allerdings nicht völlig klar. In ihren Songs versucht die Band wohl eine düstere Atmosphäre zu beschwören, ein Unterfangen das aufgrund chronischer Ideenlosigkeit zum scheitern verurteilt ist. Die besseren Songs wie „One and All” oder der Titeltrack gehen zwar noch in Ordnung, würden jedoch von vielen Genrekollegen höchstens als Füller oder B-Seiten verwendet werden. Das lächerliche „Blood And Sweat“ ist hingegen so ziemlich der nervigste Song der mir in letzter Zeit untergekommen ist. Bei „4“ kommt dann tatsächlich eine ganz passable Atmosphäre auf, taugt aber ohne die entsprechenden Knaller auch nicht zu mehr als zu nem passablen Outro. Die beiden Radio-Mitschnitte leiden unter ihrem ziemlich schwachen Sound sind aber vom Songwriting her etwas punkiger, wenn auch nicht unbedingt besser. Am Ende bleibt eine eher schlechter als rechter Eindruck von October File hängen. Da hilft auch die sehr hübsche Aufmachung der Platte mit schickem Schuber nicht viel. (rg)




