Hyde - 666
In Japan ist Hyde eine große Nummer. Nachdem er mit seiner Band L'Arc-en-Ciel bereits große Erfolge feierte, startete er dann 2001 seine Solokarriere. Anfangs noch recht im J-Pop verwurzelt ist sein zweites Album „666“ deutlich rockiger angelegt. So erklärt sich dann auch der Titel, 666 hört sich im Japanischen wohl an wie Rock! Rock! Rock! – man lernt ja nie aus! Die Songs sind oft in englisch gehalten und klingen auch eher westlich, was damit zusammen hängen mag, dass in London produziert wurde. Der erste Song geizt dann auch nicht mit Hydes Kapital: seiner Stimme. Die ist wunderbar ausdrucksstark, die Refrains gehen direkt ins Ohr und die Musik wurde druckvoll drumherum gebaut. Der zweite Song „Hello“ erinnert mit dem Rock-untypischen Saxophon-Einsatz dann sogar kurz an die seligen Schweisser, beim dritten blitzen streckenweise Korn auf – Ihr merkt schon, moderne Sounds und neben den bekannten Instrumenten wird auch gekonnt einiges an Elektronika eingebaut. Hyde, der hier für Gesang und Gitarren zuständig ist, kann was und da sollten Fans moderner Rocksounds ruhig mal ein Ohr reinhalten! Anspieltipps: das dezent an Manson angelegte „Midnight Celebration“ und die sonnige Single „Hello“ mit feinem Japan-Refrain. (tj)




