Burst - Origo
Alleine der Pressetext verspricht viel: Für Fans von Mastodon, Isis, Neurosis und The Dillinger Escape Plan. Schön, wenn die Labelmenschen soviel Ego haben und ihre Bands nur mit den großen, aussagekräftigen Bands vergleichen. Sie liegen aber nicht falsch! Die schwedische Kapelle, bestehend aus Teilen von Nasum, sorgten mit dem Vorgänger „Prey On Life“ schon für Aufmerksamkeit in der Presse. Diese Aufmerksamkeit wird sich definitiv erweitern und es wird Lobeshymnen regnen. Lobeshymnen, die derart gerechtfertigt sind, was man zuletzt bei Mastodon erleben durfte. Origo ist eine Platte, die vor Emotionen nur so sprüht. Dennoch geht die intensive Musik nicht verloren, sondern integriert sich dermaßen in Klangteppiche und Frickelarbeit, wie man es eben zum Beispiel von Dillinger Escape Plan gewohnt ist. Ultimativer Anspieltipp der zeigt, welches Potential in dieser Band steckt, ist der Song „Sever“. Dieser baut sich während der guten 5 Minuten so auf, dass es einem den kalten Schauer über den Rücken jagt. Da werden Abgründe aufgetan, in die man endlos fallen kann, um im nächsten Moment, von den Wechseln in die zarten Gefilde der Musik, wieder aufgefangen zu werden. Gefasst nach diesem Meisterwerk der modernen Musik, zeiht sich der Schauer- wohl bemerkt ein Schauer der Zuneigung- wie ein roter Faden durch das knapp 47 Minuten lange Album. Kategorisieren kann man Burt nicht. Zumindest würde man mit dem klassischen Schubladendenken den Schweden keinen Gefallen tun. Keine leichte Kost und es bedarf auch geraumer Zeit, bis man sich mit der Komplexität, der Ausdrucksweise von Emotionen gepaart Krachattacken und Klangteppichen anfreundet, aber danach könnte es sicher eine Platte für die Ewigkeit sein. Dillinger und Mastodon haben es vorgelebt und gezeigt, wie man überzeugende Musik macht! (pe)




