Kylesa - To Walk The Middle Course
Kylesa aus Georgia sind keine Band der man mangelnde Eigenständigkeit und fehlende Kreativität vorwerfen könnte. Um ehrlich zu sein fällt mir auf Anhieb kein passender Vergleich ein den man ziehen könnte. Die Einflüsse reichen von Hardcore und Punk über Crust und Noisecore bis hin zum Metal. All das packt die Band auf sehr eigensinnige Weise in ihre Songs. Da wird mal relativ simpel gegroovt dann wieder werden massive Gitarrenwände hochgezogen bevor man ganz ruhig uns atmosphärisch wird. Am Gesang sind gleich drei der Musiker beteiligt. Mal böse gegrunzt, mal weiblich wütend, dann gesprochen oder verzweifelt geschrieen. Doch egal wer gerade das Mikro malträtiert, in den Vocals steckt hörbar volles Herzblut. Die Songs haben sowohl mitreißende als auch zermürbende Momente. Der Sound ist recht roh und erdig, passt aber zur Band wie die Faust aufs Auge. Die Arrangements sind nämlich ebenfalls alles andere als Glatt. Die Songs sind immer spannend, nie vorhersehbar und immer vielfältig. Obwohl Kylesa stilistisch wirklich ihre eigene Suppe kochen, könnten Freunde von Bands wie Mastodon, High On Fire oder Neurosis auch Kylesa zugeneigt sein. Endlich mal wieder eine Band die nicht nach links und rechts schaut bevor sie ihrer Kreativität freien Lauf lässt. (rg)




