Desert Sun - dto.
Die Vermutungen, die der Bandname sofort aufkommen lässt, werden dann auch prompt erfüllt: fetter Stoner Rock, allerdings nicht aus sandiger Wüste, sondern aus Fürth und Bayreuth, trotzdem cool! 2001 gegründet machten sie auch nie einen Hehl daraus von Kyuss & Co. inspiriert zu sein und ernteten auch allerlei Beifall für ihre Musik, was sich u.a. in Sampler-Beiträgen (wie z.B. auf dem Visions "All Areas"-Sampler), Radio-Airplay im In- und Ausland und Supportshows für u.a. Die Sterne, Robocop Kraus und die göttlichen Dozer bemerkbar machte. Nach einem Wechsel auf dem Schlagzeughocker haben sie also zehn Songs aufgenommen, die zwar immer noch im Stoner Rock verwurzelt sind, streckenweise dann aber schon eher in QOTSA-Regionen vordringen oder durch den Einsatz anderer Instrumente (Sitar) oder Techniken (Sampling) überraschen. Ein herrlich runder Tonträger, streckenweise straight nach vorne rockend, dann aber auch wieder schön atmosphärisch. Zwischen den Songs sind immer wieder kurze instrumentale Zwischenpassagen eingefügt, die das Material strukturieren und gekonnt verbinden. Der Haken an der Sache ist, dass auf der Rückseite zehn Songtitel genannt werden, mein Player aber 14 anzeigt, somit ist es schwierig hier von Songtiteln zu reden, denn die würden wahrscheinlich eh nicht passen... Da es mir jetzt zu blöd ist immer zu schreiben, dass z.B. der siebte Song cool mit nem Stoner-Riff losbrazt, gegen Ende dann aber der Gesang fast an Ian Astbury von den seligen The Cult erinnert, schließe ich das Review hier mit nem deutlichen "Daumen nach oben"-Fazit ab. Fans der genannten Bands und Stoner-Sympathisanten können bedenkenlos zugreifen! (tj)




