The Bled - Found In The Flood
Das Debüt von The Bled aus den Saaten hat mich letztes Jahr ziemlich von Hocker gerissen. Damals ist es der Band auf atemberaubende Art gelungen Melodie und Härte miteinander zu verschmelzen. An den damals aufgebauten Spannungsbögen muss sich nun das zweite Album der Band messen lassen. Schon nach wenigen Minuten Laufzeit offenbart der Nachfolger einige Neuerungen im Sound. Die Band setzte heute verstärkt auf melodischen Gesang, der auf dem Vorgänger so gut wie nicht zu hören war. Das damals vorherrschende Geschrei gibt es natürlich noch immer zur Genüge. Die Songs auf „Found In The Flood“ beinhalten neben chaotisch anmutenden Gitarrenschlachten immer wieder eingängige Melodien und Gesänge. So machen The Bled heute die Grätsche zwischen Chaoscore und Emo. Die Umsetzung bewegt sich zwar durchaus auf hohem Niveau, allerdings klingen die Songs oft zerhackt und unentschlossen. Speziell die melodischen Parts erscheinen manchmal austauschbar. Insofern hat die Band ein Stück ihrer Originalität geopfert. Sehr schade. Obwohl die Band dennoch alles andere als 0815-Screamo bietet will der berühmte Funke nicht vol und ganz überspringen. Somit reicht „Found In The Flood“ leider nicht an den grandiosen Vorgänger heran, ist aber dennoch eine solide Screamo Platte. (rg)




