Monolithe - II
Schon das Debutalbum der Franzosen im Juni 2003 war ein harter Brocken, nicht im Sinn von Härte, sondern eher in Bezug auf die Schwerverdaulichkeit. Denn das Album bestand nur aus einem einzigen, 52minütigen Track. Zwei Jahre später hat sich die Band am Riemen gerissen, unnötiges über Bord geworfen und sich aufs Wesentliche konzentriert: „nur“ etwas mehr als 50 Minuten Spielzeit also diesmal. Durchaus interessante Minuten, aber ich würd mir schon wünschen, dass das Werk in konsumierbarere Happen strukturiert wird, denn auch diesmal hat sich die Band für einen einzigen Track entschieden (rein technisch gesehen, ist das dann wohl eine Single!?). Denn der schleppende Sound mit spärlich gesätem Gesang/Growls a la Paradise Lost zu seligen „Gothic“-Zeiten, weiß zu überzeugen. Natürlich sollte man mit Doom an sich etwas anfangen können, aber wer diese Grundvoraussetzung erfüllt, wird wohl nicht enttäuscht werden. Die Band hebt sich mit ihrem chilligen Gesamtsound (könnte streckenweise durchaus in der Spacenight Verwendung finden) auch angenehm von anderen Bands ab und schafft gar die Integration von im Kontext vermeintlich „unmöglichen“ Instrumenten wie Akkordeon. Um die 40-Minuten-Marke werden dann gar noch spooky-sphärische Gesänge eingesetzt, was irgendwie transsilvanische Stimmung aufkommen lässt. (tj)




